Universität Bonn

Celtic Studies

Exkursion zur Heuneburg

Dieses Jahr feierten die Keltologie-Studierenden der Universität Bonn Halloween mal anders. Vom 31.10. bis zum 02.11.25 verbrachte man zwei Nächte in Sigmaringen und besuchte die keltische Höhensiedlung Heuneburg. 

Am 31. Oktober fuhr man 6 Stunden mit dem Reisebus zur Jugendherberge, in welcher man es sich die nächsten Nächte gemütlich machte. Nach dem Auspacken und dem wärmenden Abendessen versammelte man sich im Gemeinschaftsraum und schaute die Arte-Dokumentation „Halloween – Mythos der Kelten“. Anschließend wurde über die verschiedenen dargestellten Zeitabschnitte und die Behandlung von keltischen Topoi diskutiert. Außerdem wurde darüber geredet, welche Teile der Dokumentation man problematisch oder interessant fand. Viele verschiedene Meinungen wurden hierbei geäußert. Man einigte sich aber darauf, dass es wenig Quellenkritik gab und viele Spekulationen als Realität dargestellt wurden. Danach folgte man einem in der Dokumentation gezeigten Brauch, in welchem man einen Apfel schälte und die Schale mit der rechten Hand über die linke Schulter schmiss. Die auf dem Boden liegende Schale sollte dann den Anfangsbuchstaben des Namens einer Person darstellen, die im kommenden Jahr ins Leben kommen soll. Zum Abschluss der Halloween-Feier gab es gruselige Musik sowie Spiele und Snacks. 

Am 1. November wurde ein leckeres Frühstück genossen, bevor man wieder in den Reisebus stieg. Eine Fahrt von ungefähr 30 Minuten führte nach Hundersingen, in dessen Umgebung das Freilichtmusem Heuneburg liegt, wo die erste Führung stattfand. Wir hatten das Glück, dass uns die ehemalige Museumsleiterin, Sabine Hagmann, durch die Anlage führen konnte. 

Von 10 bis 12 Uhr wurde die Geschichte der Ausgrabungen der ältesten Stadt nördlich der Alpen namens Pyrene und der Aufbau des Freilichtmuseums erzählt, während die frische Luft um die Ohren zog. Die Vorstellung, wie die Kelten hier gelebt haben müssen, lag in unseren Köpfen. Man konnte sich in die Vergangenheit versetzen. Die schönen Nachbauten und die ausführlichen Erläuterungen der Führerin ließen die Zeit schnell vergehen. Dennoch war man, froh ins Warme zu kommen, und im Museumsladen verbrachte man die Mittagszeit. Von den Hügeln aus konnte man sogar die Alpen sehen. Am Nachmittag fand gleich im Anschluss die Führung im Heuneburgmuseum statt. Hier wurden konkrete Funde vorgestellt und ihre Bedeutung erläutert. Auch Überlegungen, wie man das Gefundene darstellen sollte, wurden erläutert. Es zeigte, wie komplex und interessant die Arbeit in einem Museum sein kann. Man lernte viel Neues in beiden Führungen und konnte spektakuläre Eindrücke gewinnen. 

Nach den beiden Führungen gab es erstmal Freizeit, die verschieden genutzt wurde. Einige ruhten sich aus, während andere einen kurzen Ausflug in die Innenstadt von Sigmaringen machten und das Hohenzollernschloss bewunderten. Am Abend gab es die vollverdiente warme Mahlzeit. Im Anschluss tauschte man sich über den Tag aus: Was fand man faszinierend oder besonders interessant? Welche Eindrücke blieben einem im Kopf? Eine vielfältige Diskussionsrunde entstand. Um vom ereignisvollen Tag abschalten zu können, wurde am Ende ein Film geschaut, während Süßkram genascht wurde. Damit kam die Exkursion zum Ende. Am letzten Tag wurde nur noch gefrühstückt und man machte sich fertig für den Heimweg. 

Danke an alle, die mitkamen, und bis zur nächsten Exkursion! 

Fachausschuss Keltologie

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